Wellness ist längst kein Nischenluxus mehr. Es ist eine kulturelle Priorität. Allein in den USA macht Wellness mittlerweile mehr als 500 Milliarden US-Dollar an jährlichen Verbraucherausgaben aus, mit einem stetigen Wachstum von 4 % bis 5 % pro Jahr.
Global betrachtet ist der Trend eindeutig: 84 % der US-Verbraucher betrachten Wellness als „wichtigste“ oder „wichtige“ Priorität, wobei jüngere Generationen den Weg vorgeben. Fast 30 % der Gen Z und Millennials in den USA geben an, Wellness „deutlich mehr“ zu priorisieren als vor einem Jahr, verglichen mit nur 23 % der älteren Generationen.
Und dieser Wandel zeigt sich nicht nur in der Einstellung – er spiegelt sich auch in der Kaufkraft wider. Gen Z und Millennials machen 36 % der erwachsenen US-Bevölkerung aus, tragen jedoch zu 41 % der jährlichen Wellness-Ausgaben bei. Im Gegensatz dazu repräsentieren Konsumenten ab 58 Jahren 35 % der Bevölkerung, aber nur 28 % der Ausgaben.
TRYBE-Daten untermauern diesen Trend zusätzlich und zeigen deutliche generationsbedingte Unterschiede bei Spa- und Wellness-Ausgaben. Zwischen Januar und August 2025 gaben 18- bis 24-Jährige durchschnittlich 108 US-Dollar pro Buchung aus, verglichen mit 76 US-Dollar bei 45- bis 54-Jährigen – ein Unterschied von 42 %. Die Ausgaben nehmen mit steigendem Alter stetig ab: 25- bis 34-Jährige geben durchschnittlich 91 US-Dollar aus, 35- bis 44-Jährige durchschnittlich 83 US-Dollar.
Über die spa-spezifischen Daten hinaus untermauert eine breitere Gesundheits- und Wellness-Studie diese Kluft: Gen-Z-Haushalte geben rund 2,8-mal mehr für Fitness aus als Baby Boomer, während Millennials etwa 2,5-mal mehr ausgeben.
Doch es geht nicht nur darum, wie viel ausgegeben wird, sondern wofür. Der Wellness-Konsum verlagert sich vom klassischen Spa hin zu erlebnisorientierteren und vielfältigeren Formaten, wie zum Beispiel:
Diese Verschiebungen eröffnen Chancen branchenübergreifend – von gesundheitsorientierten Freizeiteinrichtungen bis hin zu innovativen Konsumgeräten, die rund um Wellness konzipiert sind. Jüngere Verbraucher diversifizieren ihre Wellness-Ausgaben, während ältere Generationen stärker auf das Wesentliche fokussiert bleiben.
Die Spa- und Wellness-Branche steht nun an einem generationsübergreifenden Wendepunkt. Gen Z und Millennials geben das Tempo vor: Sie treiben höhere Ausgaben voran, fordern Innovation und definieren neu, was Wellness bedeutet. Gleichzeitig bleiben ältere Generationen eine stabile und treue Basis.
Für Marken ist die Botschaft klar: Wellness ist unverzichtbar, und Verbraucher sind bereit, dafür zu investieren. Unternehmen, die sich an die vielfältigen Bedürfnisse dieser aufstrebenden Verbrauchersegmente anpassen, sind am besten aufgestellt, um von der nächsten Welle des Wellness-Wachstums zu profitieren.