Das Buchungsverhalten im Wellness-Bereich hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Als Konsumenten haben wir uns an sofortige Befriedigung gewöhnt – ob beim Essen bestellen, Streaming oder Online-Einkauf. Genau diese Erwartung beeinflusst inzwischen direkt, wie Menschen Erlebnisse wie Hotelaufenthalte, Spa-Besuche und Wellness-Auszeiten buchen.
Für Wellness-Unternehmen ist es keine Option, diese Veränderungen zu verstehen und darauf zu reagieren. Es ist essenziell. TRYBE weiß, dass Daten verwirrend und überwältigend wirken können: Man sieht Zahlen, aber was bedeuten sie eigentlich? Lassen Sie uns helfen.
Komfort ist längst kein „Nice-to-have“ mehr
Gäste von heute wollen sofort und zu ihren eigenen Bedingungen buchen. Sie wollen keine Reibung im Prozess – kein Warten, bis jemand ans Telefon geht, kein endloses Hin und Her per E-Mail und keine restriktiven Buchungsfenster.
Dieses Verhalten ist nicht auf den Wellness-Bereich beschränkt. Es zeigt sich überall: bei Hotels, Restaurants, Flügen, im Einzelhandel.
Es gibt eine aussagekräftige Statistik außerhalb der Hospitality-Branche, die diese Einstellung untermauert:
Ein-Klick-Käufe steigern die Ausgaben pro Bestellung im Schnitt um 17 %.
Natürlich ist die Buchung eines Spa-Tages oder Hotelaufenthalts kein echter Ein-Klick-Kauf, aber die Erkenntnis ist eindeutig: Je einfacher der Weg, desto mehr geben Menschen aus.
Wie buchen Gäste?
Ein Blick auf die TRYBE-Daten macht diesen Wandel deutlich sichtbar. Gäste buchen, wann es ihnen passt – nicht, wenn Unternehmen besetzt sind. Der Großteil der Buchungen (51 %) über TRYBE erfolgt außerhalb der klassischen Bürozeiten, und 76 % dieser Buchungen werden über Smartphone oder Tablet getätigt.
Das bedeutet: Buchungen entstehen nicht am Schreibtisch während der Bürozeiten. Sie entstehen auf dem Sofa, unterwegs zur Arbeit, beim Abendessen mit Freunden oder spät am Abend.
Wenn Ihr Buchungserlebnis nicht mobile-first, schnell und jederzeit verfügbar ist, erzeugen Sie nicht nur Reibung – Sie verlieren aktiv Umsatz.
Buchungsvolumen ist nicht gleich Buchungswert
Es liegt nahe anzunehmen, dass Buchungsvolumen mit Buchungswert gleichzusetzen ist. Unsere Daten zeigen etwas anderes. Wann Gäste buchen, ist genauso wichtig wie wie viele Buchungen Sie erhalten.
Montag ist der beliebteste Buchungstag, hat aber auch die niedrigsten durchschnittlichen Ausgaben. Der Samstag hingegen verzeichnet insgesamt weniger Buchungen, liefert aber die höchsten durchschnittlichen Ausgaben.
Warum? Weil die Einstellung entscheidend ist.
Montags planen Menschen ihre Woche, stöbern, prüfen Verfügbarkeiten und entscheiden sich häufig für günstigere Optionen. Samstags sind Menschen entspannt, gönnen sich etwas und sind deutlich offener für Premium-Erlebnisse.
Genau hier werden Buchungsdaten zu einem mächtigen Umsatzhebel.
Wann versenden Sie Angebote an Ihre Gäste?
Werden hochwertige Pakete beworben, wenn Gäste am ehesten bereit sind, mehr auszugeben?
Eine einfache Segmentierungsstrategie kann einen erheblichen Unterschied machen: Bewerben Sie Premium-Pakete und hochwertige Angebote am Wochenende und nutzen Sie Botschaften unter der Woche, um günstigere Anwendungen hervorzuheben.
Am wichtigsten ist, dass Ihre besten Angebote sichtbar sind, wenn Gäste am ehesten bereit sind, Geld auszugeben – nicht nur dann, wenn es für Ihr Team praktisch ist, sie zu bewerben.
Gutscheine: Volumen vs. Wert
Gutscheine sind für viele Wellness-Unternehmen ein wichtiger Umsatztreiber, aber nicht alle Gutscheinverkäufe verhalten sich gleich.
Die TRYBE-Daten bestätigen, was zu erwarten war: Dezember ist der umsatzstärkste Monat für Gutscheinverkäufe, mit einem dreimal höheren Volumen als der zweitstärkste Monat (November). Die interessanteste Erkenntnis liegt jedoch woanders.
Die höchste durchschnittliche Ausgabe pro Gutschein fällt in den November. Der Dezember treibt das Volumen, der November den Wert – ein weiterer Beleg dafür, dass ein hohes Buchungsvolumen nicht zwangsläufig höhere Ausgaben bedeutet.
Gäste, die früher kaufen, sind zielgerichteter, überlegter und eher bereit, mehr auszugeben. Unternehmen können dieses Verhalten nutzen, indem sie festliche Kampagnen früher starten, im November Premium-Festtagspakete und Geschenkbündel einführen und den Dezember für spontane, volumenstarke Geschenkkäufe nutzen.
Indem sie festliche Kommunikation vorziehen, können Unternehmen den durchschnittlichen Gutscheinwert steigern – nicht nur die Gesamtverkäufe.
Das sich wandelnde Gesicht der Spa-Gäste
Auch das Spa-Publikum selbst verändert sich. Traditionell haben sich Spas und Hotels auf den Markt der 35+-Jährigen konzentriert, doch aktuelle Trends erzählen eine ganz andere Geschichte.
Die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen ist inzwischen das ausgabenstärkste Segment. Wellness ist zu einer Form von Luxus und Investition in sich selbst geworden – getrieben von Burnout, dem Einfluss sozialer Medien und einem wachsenden Fokus auf Gesundheit, Schlaf, mentales Wohlbefinden und Aussehen. Diese jüngere Generation stellt Wellness zunehmend über den Abend in der Kneipe.
Der Markt der 55+-Jährigen – traditionell das Kernpublikum von Spas – ist inzwischen dagegen das ausgabenschwächste Segment.
Auch Spa-Buchungen von Männern sind deutlich gestiegen – um 255 % zwischen 2024 und 2025. Das spiegelt einen breiteren Branchentrend wider: Der globale Markt für Männer-Wellness soll sich bis 2030 verdoppeln.
Der Spa- und Wellness-Markt verändert sich, und die Strategien müssen sich mitentwickeln. Zu verstehen, wer Geld ausgibt und warum, ist der Schlüssel, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Warum Pakete höhere Ausgaben antreiben
Vierzig Prozent der Konsumenten legen bei der Buchung eines Spa-Erlebnisses vor allem Wert darauf, das richtige Angebot zu finden. Gäste wollen Komfort und keine Erlebnisse von Grund auf selbst zusammenstellen. Zu viel Auswahl erzeugt Reibung.
Pakete vereinfachen die Entscheidungsfindung, indem sie den Wert klar kommunizieren und Unsicherheit beseitigen.
Die Daten von TRYBE untermauern das: 92 % der TRYBE-Verkäufe stammen aus Paketen. Aus Umsatzperspektive übertreffen Pakete Einzelbuchungen durchgängig. Sie erzielen höhere durchschnittliche Transaktionswerte, bieten Gästen einen klareren Mehrwert und unterstützen auf natürliche Weise Upselling an der Kasse. Im Schnitt liegt der Upsell-Wert bei TRYBE bei 266 €.
Entscheidend ist: Automatisierte Upsells übertreffen manuellen Verkauf durchgehend. Wenn Upsells direkt in den Buchungsprozess eingebettet sind, statt sich auf Gespräche an der Rezeption zu verlassen, wirken sie relevant, zeitgemäß und als Teil des Erlebnisses.
Upselling funktioniert am besten, wenn es fest eingebunden ist – nicht als nachträglicher Gedanke.
Das große Ganze: gesparte Zeit, gewonnener Umsatz
Betrachtet man das Gesamtbild, wird die Wirkung datengestützter Buchungsstrategien deutlich – sowohl operativ als auch kommerziell.
Im Schnitt sparen TRYBE-Kunden 22 Verwaltungstage pro Jahr. Das ist Zeit, die nicht mehr für die Beantwortung von E-Mails, die manuelle Verwaltung von Buchungen oder das Jonglieren mit Tabellenkalkulationen aufgewendet wird. Stattdessen können sich Teams auf das konzentrieren, was wirklich zählt: außergewöhnliche Gästeerlebnisse zu bieten.
Dabei geht es nicht um Technologie um ihrer selbst willen. Es geht darum, den eigenen Betrieb daran auszurichten, wie sich Gäste heute tatsächlich verhalten.
Unternehmen, die Reibung beseitigen, intelligent automatisieren und ihr Angebot um den Komfort der Gäste herum gestalten, sparen nicht nur Zeit – sie erschließen deutlich mehr Umsatz.
Daten sind mehr als nur Erkenntnis. Richtig eingesetzt, sind sie eine Wachstumsstrategie.
Sprechen Sie noch heute mit dem TRYBE-Team, um mehr über Ihre Software zu erfahren.